Zukunftsmarkt Gebäudetechnik

Gebäudetechnik ist der Zukunftsmarkt.

ZVEH-Präsident Walter Tschischka bezeichnet Gebäudetechnik als die Jahrtausendchance für die Elektrohandwerke. "Ein Milliarden-Markt" sucht seine Anbieter. Ein Markt, für den die Elektrohandwerke ideale Voraus-setzungen mitbringen und der ein enormes Potential für alle Betriebsgrößen bietet".

» Breites Leistungsangebot aus einer Hand

Insbesondere der Blick auf die Herausforderungen des europäischen Marktes verlangt nach einem breiten Leistungsangebot aus einer Hand, um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft weiter zu erhöhen. Der ZVEH macht auf den Bedarf an Fachbetrieben für Gebäudetechnik als kompetente und leistungsstarke erste Adresse durch gezielte Schulungsmaßnahmen aufmerksam. Fachbetrieb für Gebäudetechnik zu sein, bedeutet auch einen grundlegenden Wandel im Selbstverständnis der elektrohandwerklichen Betriebe.

» Weshalb hat Gebäudetechnik diesen hohen Stellenwert?

Insbesondere der Blick auf die Herausforderungen des europäischen Marktes verlangt nach einem breiten Leistungsangebot aus einer Hand, um die Wettbewerbsfähigkeit in Zukunft weiter zu erhöhen. Der ZVEH macht auf den Bedarf an Fachbetrieben für Gebäudetechnik als kompetente und leistungsstarke erste Adresse durch gezielte Schulungsmaßnahmen aufmerksam. Fachbetrieb für Gebäudetechnik zu sein, bedeutet auch einen grundlegenden Wandel im Selbstverständnis der elektrohandwerklichen Betriebe.

» Kostensenkung und zentrale Steuerung

Als integratives System schließt die Gebäudetechnik neben der Elektrotechnik auch die Sanitärtechnik, die Heizungstechnik, die Klimatechnik sowie ISDN- und Informationstechnologien ein. Als Basis leistet sie ihre Dienste, die den Austausch von Systemdaten wie Klima, Temperatur, Lüftung und Energie erst ermöglicht - ein integriertes System also und nicht verschiedene unabhängig voneinander existierende Gewerke.
Gerade das Verwischen der Gewerbegrenzen wird den Wunsch der Zielgruppen nach Leistung aus einer Hand verstärken. Die elektrohandwerklichen Betriebe müssen mit umfassendem Fachwissen ausgestattet sein, um dem Bedürfnis des Marktes, Energie zu sparen und ganzheitliche Leistungen aus einer Hand zu erhalten, gerecht werden zu können. Der Elektromeister muss sich vom herkömmlichen Elektrohandwerker zum Energiedienstleister und Systemintegrator entwickeln.
 
Neben der Liberalisierung der Energiemärkte hat auch die nunmehr zweite Novellierung der Handwerksordnung innerhalb weniger Jahre zu Veränderungen der äußeren Rahmenbedingungen geführt. Die Möglichkeiten für handwerksübergreifende Tätigkeiten wurden verbessert, das Stichwort lautet: Leistungen aus einer Hand. Die novellierte Handwerksordnung schuf darüber hinaus die rechtliche Grundlage, nun auch Leistungen aus anderen Gewerken zu erbringen. Diese Möglichkeit ist für die Gebäudetechnik von enormer Bedeutung. Durch spezielle Schulungsmaßnahmen kann der Elektromeister die Möglichkeiten der Handwerksordnung nutzen und nun in den Bereichen Sanitär-, Heizungs-, Kälte-, Klima-, Rollladen- und Jalousietechnik tätig sein.

» Chancen nutzen

Man betrachte nur einmal die Trends im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich:
Auf dem privaten Sektor entwickelt sich das Wohnhaus der Zukunft zum intelligenten Gebäude, in dem Technik einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. Die moderne Gebäudetechnik muss dem Wunsch des Kunden nach Komfort und seinem Bedürfnis nach mehr aktiver und passiver Sicherheit gerecht werden. Sowohl bei Niedrigenergiehäusern als auch bei den sogenannten Passivhäusern macht die hoch gedämmte und dichte Gebäudehülle eine Zwangs- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erforderlich. Mit steigendem Umweltbewusstsein werden auch zunehmend solarthermische Systeme zur Brauchwassererwärmung, Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von elektrischer Energie sowie elektrische Wärmepumpen an Bedeutung gewinnen. Einzelraumregelung wird bald genauso selbstverständlich sein wie intelligente Verschattungssysteme. Automatisierte Lichtszenensteuerung, intelligent vernetzte Hausgeräte sowie integrierte Alarmsysteme verbunden mit Bussystemen, werden nicht nur im gehobenen Wohnungsbau zum Einsatz kommen.
 
Im gewerblichen Bereich machen der wachsende Bedarf an Automatisierungstechnik und die Anforderungen an eine kosteneffiziente Gebäudebewirtschaftung eine vernetzte Systemlösung notwendig. Die Schlagwörter in diesem Bereich lauten: Kommunikation, Messen, Steuern, Regeln, Energiemanagement, Klima und Licht. Das Bestreben, insbesondere durch die Zentralisierung der Überwachung, Wartung und Instandsetzung von gebäudetechnischen Anlagen erhebliche Kosten einzusparen, sowie ganzheitliche Ansätze bei der Optimierung der Gebäudenutzung erfordern eine umfassende Automatisierung. Ein wesentlich größerer Einsatz von intelligenter Technik ist also dringend erforderlich.
 
Die Bewirtschaftung öffentlicher Gebäude erfordert besonders aufgrund der knappen öffentlichen Kassen einen erhöhten Automatisierungsbedarf und führt zu einem Umdenken in der Investitionspolitik und der Gebäudebewirtschaftung.
Das komplexe Gebiet der Gebäudetechnik umfasst zu viele neue Technologien in den einzelnen Gewerken, als dass sich Bauherren an der Organisation und Koordination beteiligen könnten. Herkömmliche Installationen wie Licht- oder Wärmetechnik werden durch neue Innovationen zu intelligenten Systemen weiterentwickelt. Funktionen werden miteinander verzahnt, Automatisierung und vernetzte Geräte setzen neue Standards für Komfort und Sicherheit. Die Bedeutungszunahme von Wirtschaftlichkeit bei der Gebäudenutzung lässt bei immer mehr selbst kleinen Gebäudeeinheiten ganzheitliche Konzepte des Gebäudemanagements zum Einsatz kommen. Für den Fachbetrieb für Gebäudetechnik hat dies den positiven Effekt, dass sein Kundenkreis ständig wächst. Der wachsende Markt bietet Potential für alle Betriebsgrößen des Elektrohandwerks, vor allem auch kleine und mittlere Fachbetriebe besitzen große Umsatzchancen. Das Marktvolumen betrug 1996 40 Milliarden Mark, heute sind es bereits 60 Milliarden.
 
Die Elektrohandwerke haben ideale Voraussetzungen und besitzen das Potential, die Führungsrolle in der Gebäudetechnik zu übernehmen, da sie von der elektrischen Energie über die moderne Steuerungs- und Bustechnologie bis hin zur Automatisierung kompetent und schon heute tätig sind. Für den Markterfolg von morgen gilt: In Zukunft entscheidet nicht die Gewerkezugehörigkeit über den Erhalt eines Auftrages, sondern Kompetenz und Leistung aus einer Hand. Der Elektrohandwerker wird zum Energiedienstleister und Systemintegrator. Wenn die elektrohandwerklichen Betriebe die sich bietende Chance, Fachbetriebe für Gebäudetechnik zu werden, nicht nutzen und den Begriff nicht auf Dauer erfolgreich besetzen können, werden andere dieses Marktsegment einnehmen. 

» Gezielte Qualifizierung

Der ZVEH hat es sich zur Aufgabe gemacht, den erforderlichen Weiterbildungsbedarf mit speziellen Qualifizierungsmaßnahmen abzudecken und deshalb ein Schulungskonzept erarbeitet, das speziell auf die elektrohandwerklichen Betriebe zugeschnitten ist. Es wurde ein modulares Schulungskonzept entwickelt, das aus unabhängigen Seminaren besteht, um dem Elektrofachbetrieb eine effiziente, stufenweise Teilnahme zu ermöglichen. Einmal erlerntes Wissen und erworbene Fähigkeiten reichen längst nicht mehr für ein ganzes Berufsleben aus. Studien beweisen, dass berufliches Wissen nach bereits acht Jahren sozusagen "verfällt" und eine "Runderneuerung" notwendig ist. Der existentielle Stellenwert der Weiterbildung kann nicht mehr ignoriert und verdrängt werden. Weiterbildung ist wichtigster strategischer Erfolgsfaktor für jeden Betrieb. Qualifikation ist ein entscheidender Faktor zum Wettbewerbsvorteil, den alle Betriebe brauchen, um weiterhin am Markt erfolgreich sein zu können.

» Der Weg vom Elektriker zum Energiefachmann

Der ZVEH hat es sich zur Aufgabe gemacht, den erforderlichen Weiterbildungsbedarf mit speziellen Qualifizierungsmaßnahmen abzudecken und deshalb ein Schulungskonzept erarbeitet, das speziell auf die elektrohandwerklichen Betriebe zugeschnitten ist. Es wurde ein modulares Schulungskonzept entwickelt, das aus unabhängigen Seminaren besteht, um dem Elektrofachbetrieb eine effiziente, stufenweise Teilnahme zu ermöglichen. Einmal erlerntes Wissen und erworbene Fähigkeiten reichen längst nicht mehr für ein ganzes Berufsleben aus. Studien beweisen, dass berufliches Wissen nach bereits acht Jahren sozusagen "verfällt" und eine "Runderneuerung" notwendig ist. Der existentielle Stellenwert der Weiterbildung kann nicht mehr ignoriert und verdrängt werden. Weiterbildung ist wichtigster strategischer Erfolgsfaktor für jeden Betrieb. Qualifikation ist ein entscheidender Faktor zum Wettbewerbsvorteil, den alle Betriebe brauchen, um weiterhin am Markt erfolgreich sein zu können.








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