Gebäudeenergieberater

Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater im Handwerk

GebäudeenergiepassesBeispiel eines Gebäudeenergiepasses

Auf europäischer Ebene wurde 2003 die Richtlinie zur „Gesamtenergieeffizienz in Gebäuden“ verabschiedet. Die Bundesrepublik Deutschland wurde darin aufgefordert, nationale Regelungen zu schaffen, die einen Energieausweis für Neu- und Altbauten notwendig machen. Dies soll mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung geschehen, die zum Januar 2006 in Kraft treten soll.
 
Experten prognostizieren bereits in den ersten Jahren nach Umsetzung der Richtlinie einen hohen Bedarf an Energieausweisen für Gebäude. Es wird mit mehreren Millionen Energieausweisen gerechnet, die dann relativ kurzfristig entstehen müssen. Dazu ist es notwendig, besonders geschulte Fachkräfte in diesen Prozess mit einzubeziehen.
 
In einem Programm zur Vorbereitung der Einführung von Energieausweisen in Deutschland sieht die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) insbesondere den „Gebäude-Energieberater im Handwerk“ als Berater und Aussteller der Energiepässe vor. Die energetische Betrachtung der Gebäude soll integral erfolgen. Das heißt, dass sowohl der Einfluss der Baukonstruktion, der verwendeten Baumaterialien, die Bauphysik als auch die technischen Anlagen des Gebäudes (Heizung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung usw.) berücksichtigt werden.
 
Unter maßgeblicher Beteiligung des ZVEH wurde die Weiterbildungsmaßnahme zum „Gebäude-Energieberater im Handwerk“ ins Leben gerufen.

 

» Lehrgang zum "Gebäudeenergieberater im Handwerk"

Lehrgangsziel:

Erwerb von gewerke-übergreifenden Kenntnissen, die der integralen Gebäude-Energieberatung dienen. Der Lehrgang bereitet auf die Prüfung der Handwerkskammer zum „Gebäude-Energieberater im Handwerk“ vor.

Zielgruppe:

Meister aus folgenden Handwerksberufen:
Elektrotechniker, Beton- und Stahlbetonbauer, Estrichleger, Installateur und Heizungsbauer, Maurer, Ofen- und Luftheizungsbauer, Stuckateur, Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, Zimmerer.

Abschluss:

Eine bestandene Prüfung berechtigt Sie zum Führen des Titels "Gebäude-Energieberater im Handwerk". Damit gehören Sie zu den gefragten Experten in Sachen Energie und Umwelt.

Vorkenntnisse/ Voraussetzungen:

Meistertitel in einem der o. g. Handwerksberufe. Interessierte ohne Meistertitel müssen die entsprechenden Kenntnisse und Erfahrungen nachweisen.

Dauer:

250 Unterrichtsstunden, die sich wie folgt aufteilen:
162 Stunden Präsenz / Online-Konferenz
88 Stunden selbstbestimmtes Lernen.

Lehrgangsinhalte:

1. Bauwerk und Baukonstruktion

Baustoffe
Baukonstruktion: Bewertung, Auswahl und Entwurf geeigneter Decken- und Dachkonstruktionen sowie von Außen- und Innenwänden, Umweltschutz und Baustoffrecycling.

2. Bauphysik

Wärmeschutz (nach DIN 4108 und WSchV),
Feuchteschutz (nach DIN 4108),
Schallschutz (nach DIN 4109),
Brandschutz (nach DIN 4102),
Nachweis und Rechenverfahren der Wärmeschutzverordnung (WSchV).

3. Technische Anlagen

Energie- und Umwelttechnik, Anlagentechnik-Heizung und Lüftung.

4. Fachpraxis: Modernisierungsplanung

Aufnahme und Dokumentation, Berechnungen zur Beurteilung des Bestandes, Konzepte zur Verbesserung, der Energiebilanz, Kosten-/Nutzenrechnung der Modernisierungsmaßnahme, Planungskonzepte für energiesparendes Bauen, Entsorgungskonzepte, rechtliche Bestimmungen bei der Modernisierungsplanung.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

» Schulungsstätten

Dieser Lehrgang kann unter anderem an folgenden Bildungsstätten besucht werden:
 
Bundestechnologiezentrum für
Elektro- und Informationstechnik bfe
Donnerschweer Straße 184
26132 Oldenburg
Telefon: 04 41/34 09 20
Telefax: 04 41/34 09 21 29
E-Mail: info(at)bfe.de
Internet: http://www.bfe.de/
Ansprechpartner: Ralph Saßmannshausen
 
Bildungs- und Technolgiezentrum für
Elektro- und Informationstechnik BZL
Vogelsbergstraße 25
36341 Lauterbach
Telefon: 0 66 41/91 17 - 0
Telefax: 0 66 41/91 17 27
E-Mail: info(at)bzl-online.de
Internet: http://www.bzl-online.de/
Ansprechpartner: Gerhard Schreiner
 
Elektro Technologie Zentrum etz
Krefelder Straße 12
70376 Stuttgart
Telefon: 07 11/ 95 59 16-0
Telefax: 07 11/95 59 16-55
E-Mail: etz@etz-stuttgart.de
Internet: http://www.etz-stuttgart.de/
Ansprechpartner: Jörg Veit
 
BZE Bildungszentrum Elektrotechnik
Hamburg und NFE Service GmbH
Eiffestraße 450
20537 Hamburg
Telefon: 0 40/25 40 20-0
Telefax: 0 40/25 40 20-15
E-Mail: nfe(at)nfe.de
Internet: http://www.nfe.de/
Ansprechpartner: Stefan Klemm
 
Elektrobildungs- und Technologiezentrum
Scharfenberger Straße 66
01139 Dresden
Telefon: 03 51/85 06-3 00
Telefax: 03 51/85 06-3 55
E-Mail: ebz(at)eline.de
Internet: http://www.ebz.de/
Ansprechpartner: Klaus Franke
 
Innung für Elektro- und Informationstechnik
Nürnberg-Fürth
Georg-Hager-Str. 6
90439 Nürnberg
Telefon: 09 11/27 05 27
Telefax: 09 11/26 82 65
E-Mail: info(at)elektroinnung-nuernberg.de
Internet: www.elektroinnung-nuernberg.de
Ansprechpartner: Richard Pfeiffer







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Grülingsstraße 115
66113 Saarbrücken
Tel.: 0681 - 94861-0
Fax: 0681 - 94861-99
E-mail: swerner(at)agvh.de